Silikonform herstellen
Unsere Zhermack-Silikone decken unterschiedliche Anforderungen ab: von besonders weichen und flexiblen Formen für starke Hinterschneidungen bis zu harten, formstabilen Präzisionsformen. Eine Silikonform bildet Ihr Urmodell detailgetreu ab und lässt sich viele Male abgießen – entscheidend ist die richtige Härte.
Technischer Vergleich
| Produkt | Typ | Härte | Mischung | Topfzeit | Entformzeit | Reißfestigkeit | Viskosität |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ZA 13 Mould WT45 | additionsvernetzend, transluzent | 13 Shore A | 1:1 | 45 Min. | 8 Std. | 12 N/mm | 4.500 mPa·s |
| ZA 22 Mould | additionsvernetzend | 22 Shore A | 1:1 | 15 Min. | 1 Std. 30 Min. | 20 N/mm | 4.500 mPa·s |
| HT 33 Transparent | additionsvernetzend, transluzent | 33 Shore A | 1:1 | 20 Min. | 3 Std. 30 Min. | 20 N/mm | 7.500 mPa·s |
| MARKPLUS Knetsilikon | knetbar, additionsvernetzend | 37 ± 3 Shore A | 1:1 | 10–15 Min. | 2–3 Std. | 5,6 N/mm | knetbar (Putty) |
| ZA 50 LT | additionsvernetzend | 50 Shore A | 1:1 | 18 Min. | 4 Std. | 6 N/mm | 18.000 mPa·s |
| ZC 20 Base | kondensationsvernetzend | 20 Shore A | 100:5 | 60 Min. | 24 Std. | 18 N/mm | 25.000 mPa·s |
Alle Verarbeitungs- und Aushärtezeiten gelten bei 23 °C. Die Mischverhältnisse beziehen sich auf Gewichtsanteile. ZC 20 wird mit ZC P Härter verarbeitet; die Endhärte wird nach 72 Stunden bei 23 °C erreicht.
Schnellauswahl
- Maximale Vielseitigkeit und schnelle Entformung: ZA 22
- Sehr weich, transluzent und lange verarbeitbar: ZA 13
- Transluzent, präzise und formstabil: HT 33
- Ohne Gießrahmen, direkt am Objekt: MARKPLUS Knetsilikon
- Hart, kompakt und für geringe Hinterschneidungen: ZA 50
- Große Formen und besonders lange Topfzeit: ZC 20
Nicht sicher? ZA 22 ist in den meisten Fällen die richtige Wahl.
So gehen Sie vor
- Urmodell vorbereiten: saubere, fettfreie und trockene Oberfläche. Poröse Modelle (Gips, Holz, 3D-Druck) vorher versiegeln.
- Trennmittel auftragen – besonders bei Silikon auf Silikon unverzichtbar.
- Silikon mischen: Komponente A und B im vorgegebenen Verhältnis, langsam rühren, um Lufteinschluss zu vermeiden. Das Mischungsverhältnis exakt einhalten – Abweichungen verändern Verarbeitungszeiten und Endeigenschaften.
- Gießen: in dünnem Strahl aus etwa 30 cm Höhe an einer Stelle in die tiefste Zone laufen lassen, damit die Luft entweicht.
- Für senkrechte Flächen: Thixotropiermittel zugeben, dann bleibt das Silikon standfest und läuft nicht ab. Alternativ MARKPLUS Knetsilikon verwenden.
- Aushärten lassen und entformen. Anschließend Abguss mit Gips, Acrystal oder Gießharz.
Was Sie sonst noch brauchen
- Thixotropiermittel für standfeste Verarbeitung an senkrechten Flächen
- Trennmittel
- Gießmaterial für den Abguss: Gips, Acrystal Prima oder Biresin
- Pigmente zum Einfärben
Hinweis zu kritischen Untergründen
Additionsvernetzende Silikone (ZA, HT und MARKPLUS) können durch Anstrichreste, Wachse, Schwefel oder Reinigungsmittelrückstände in der Aushärtung gehemmt werden. Auf gealterten oder unbekannten Oberflächen – etwa in der Restaurierung – ist das kondensationsvernetzende ZC 20 die robustere Wahl. Im Zweifel vorab an einer kleinen Stelle testen.
Nicht geeignet
Für sehr hohe Dauertemperaturen sind diese Silikone nicht ausgelegt. Für Thermoformwerkzeuge verwenden Sie stattdessen ALWA MOULD D.
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Beschreiben Sie uns Ihr Modell, die geplante Stückzahl und das Gießmaterial. Sie erhalten eine konkrete Materialempfehlung samt Mengenberechnung.